Wald kaufen – Warum?

Wald kaufen – so funktioniert es

In Zeiten von Nullzinsen kann Wald kaufen durchaus eine lohnenswerte Investition sein. Ein Stück Wald ist eine umweltfreundliche, sichere und nachhaltige Anlagemöglichkeit, die einen hohen Freizeitwert bietet. Zudem stieg in den letzten Jahren die Nachfrage nach Holz deutlich. In den vergangenen 20 Jahren verdoppelten sich die Preise für Waldflächen, was einer jährlichen Rendite von ca. 3,5 Prozent entspricht.

Die Wahl des richtigen Waldes
Die Wahl des richtigen Waldes hängt jedoch von den persönlichen Zielen ab. Wer Wald als Brennholz-Lieferant kaufen möchte, sollte sich zwangsläufig einen Laubwald suchen, der ein entsprechendes Alter mit sich bringt. Nur dann sind die dafür relevanten Brennholzmengen zu erreichen. Dagegen ist ein verwildertes Waldstück eher für den Hobby-Forstwirt geeignet, der sich mit seiner Motorsäge austoben möchte. Aus Renditesicht empfiehlt sich ein schnellwachsender Nadelholzbestand. Die Wertschöpfung tritt hierbei früher ein, so läßt sich bereits in der frühen Phase des Bestandes durch „Papierholz oder Industrieholz“ ein kleiner Überschuss erwirtschaften, Jahre später tritt bei guter Pflege so dann auch das Stammholz in Verbindung mit den „Nebenprodukten“ in eine starke Ertragsphase.

Die Suche nach dem passenden Waldgrundstück

Wald kaufen - Waldfürst
Wald kaufen Fichtenwald – Waldfürst

Wald kaufen und die Suche nach dem passenden Waldgrundstück kann sich als schwierig erweisen. Häufig befinden sich Waldgrundstücke schon seit Generationen in Familienhand, weswegen sie selten verkauft werden. Dennoch lassen sich bei gründlicher Recherche von regionalen Anzeigenblättern oder Mitgliedszeitschriften von regionalen Waldbauvereinen interessante Inserate zum Thema Wald kaufen finden. Wald kaufen kann man auch über eine eigene Kleinanzeige. Diese bringt Waldbesitzer häufig erstmalig zum Nachdenken über einen Verkauf. Für potenzielle Waldkäufer kann auch das Forstamt eine gute Anlaufstelle darstellen. Förster stehen Waldbesitzern häufig unterstützend zur Seite, weswegen sie bestens mit den Besitzverhältnissen in ihrem jeweiligen Forstrevier vertraut sind. Wald kaufen kann man auch durch den direkten Kontakt zu Waldbesitzern. Hierbei ist zu beachten, dass das Verkaufsinteresse bei vernachlässigten Grundstücken am ausgeprägtesten ist. Außerdem handelt es sich bei ungepflegten Waldstücken oft um Privatwald.

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Die Ermittlung des Grundstückwerts beim Wald kaufen

Wald kaufen erfordert jedoch auch Kenntnis über die vorherrschenden Preise von Grundstücken. Häufig ist dem verkaufsbereiten Eigentümer der Wert seines Grundstücks nicht bewusst. Dies folgt aus dem seltenen Handel mit Waldgrundstücken. Essenziell für Verkaufsverhandlungen ist der Waldwert, der sich aus dem Bodenwert und dem Wert für Holzvorrat und Zuwachs zusammensetzt. Bei der Ermittlung dieses Wertes ist es ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen. Beim zuständigen Forstamt kann zudem ein Wertermittlungsgutachten in Auftrag gegeben werden, welches von einem geschulten Forstbeamten erstellt wird. Dabei werden sowohl Lage, Zustand, Nutzungsmöglichkeiten, Erreichbarkeit und Befahrbarkeit des Grundstücks als auch Alter und Leistungsfähigkeit des Grundstücks berücksichtigt. Damit wird allerdings nur der sogenannte Verkehrswert ermittelt (Verkehrsgutachten). Insbesondere Waldfürst kann Ihnen behilflich sein, den tatsächlichen Marktwert in Ihrer Region zu ermitteln.

Die Verhandlung des Kaufpreises
Wald kaufen ist nur möglich, wenn zwei übereinstimmende Willenserklärungen vorliegen, die sich über den Kaufpreis einig sind. Aus Sicht des Käufers kommen mehrere Argumente für Preisreduzierungen infrage. Ist beispielsweise nicht die gesamte Fläche des Grundstücks mit Wald bewachsen, kann man Preisreduzierungen geltend machen. Ein weiteres Argument könnte in einem Durchforstungsrückstand liegen. Eine Durchforstung ist mit entsprechenden Risiken verbunden. Bei Fichtenwäldern besteht nach einer Durchforstung ein erhöhtes Windwurfrisiko, welches solange besteht, bis sich das Kronendach wieder geschlossen hat. Aber auch frisch durchforstete Waldstücke können ein Argument für eine Preisreduzierung sein, da der Verkäufer damit gerade erst einen Gewinn einlösen konnte und der Waldkäufer die nächsten Durchforstungserlöse erst wieder in fünf bis sieben Jahren realisieren kann. Ein Preisnachlass kann auch bei Wildschäden angebracht sein, wenn beispielsweise Schälschäden von Rotwild vorliegen oder Bestände verbissen sind.

Wald kaufen – Der Notartermin

Wald kaufen ist nur mit einem Notar möglich. Dabei müssen sich Käufer und Verkäufer einig sein. Schließlich muss eine der Parteien einen Notar engagieren. Liegt eine Erbengemeinschaft auf der Verkäuferseite vor, sollten alle den Notartermin wahrnehmen. Wald kaufen ist nur mit bestimmten Informationen, die der Notar zur Vorbereitung eines Vertragsentwurfs einfordert, möglich. Dazu gehören die Adresse und das Geburtsdatum des Verkäufers und des Käufers, steuerliche Identifikationsnummern und der Name der Gemarkung des Grundstücks. Außerdem müssen die Flur-Nummer des Waldstücks übermittelt und die Parzellen-Nummer genannt werden. Wald kaufen geht des Weiteren nur mit Angaben zu der Größe in Quadratmetern, dem Kaufpreis und dessen Modalitäten. In der Regel sendet der Notar allen Parteien vor dem Termin einen Vertragsentwurf zu, sodass diese inzwischen einen Einblick in das Grundbuch nehmen kann.

Rechtliche Bestimmungen
Wald kaufen hält einige rechtliche Bestimmungen bereit. Ein Waldgrundstück, das größer als ein Hektar ist, fällt unter das Grundstücksverkehrsgesetz. Mit diesem soll der Fortbestand von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben gesichert werden. Außerdem soll damit dem Naturschutz Rechnung getragen werden. Des Weiteren soll durch das Gesetz die deutsche Forst- und Agrarstruktur verbessert werden. Es gewährleistet zusätzlich die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung. Schließlich spielt beim Wald kaufen auch das Bundeswaldgesetz eine Rolle. Wer nämlich die Absicht hat, ein Waldgebiet zu roden, muss sich nach diesem Gesetz eine behördliche Genehmigung einholen. Wald kaufen sollte somit gut bedacht sein, für Naturliebhaber gibt es allerdings fast keine bessere Investition in diesen Zeiten.

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