Ackerland – Worauf ist zu achten?

Ackerland – Worauf ist zu achten?

Bei Ackerland ist oft die Rede von einem Schlag oder einem Feld. Es handelt sich in diesem Fall um einen Boden mit einer landwirtschaftlichen Nutzung. Zum einen erfolgt regelmäßig eine Bearbeitung dieser Fläche. Anschließend kann die Bestellung mit Feldfrüchten erfolgen. Im Zusammenhang mit dem Ackerland gibt es jedoch eine Reihe von Faktoren, die zu beachten sind.

 

Wer darf Ackerland kaufen?
In Deutschland gilt in diesem Fall, das Grundstücksverkehrsgesetz zu berücksichtigen. Das bedeutet in der Regel, dass Bauernland in Bauernhand gehört. Im Hinblick auf die landwirtschaftliche Fläche liegt seitens des Gesetzes ein Schutz gegen dessen Ausverkauf vor. Von Bedeutung ist bei einem Verkauf, dass sich kaufbereite und kaufwillige Landwirte melden. Dann ist ein Verkauf an Nichtlandwirte nicht gestattet. Vorgeschrieben wird diese Regelung seitens des Grundstückverkehrsgesetzes oder des Reichssiedlungsgesetzes.

 

Wer kauft Ackerland?

Ackerland - Waldfürst
Ackerland – Waldfürst

Diese Flächen werden zum einen von Landwirten gekauft, die ihren Betrieb erweitern wollen. Die Grundlage dafür ist die Aussicht auf gute Erträge. Dazu bietet sich die Bewirtschaftung weiterer Flächen an. Außerdem gibt es viele Menschen, die einen Neuanfang mit einem Leben als Landwirt wagen und deshalb diese Fläche kaufen. Sie möchten in der Regel dem Leben in der Stadt den Rücken kehren und ziehen die Ruhe auf dem Land vor. Ein anderer Grund für den Erwerb der landwirtschaftlichen Fläche ist, Werte zu schaffen. Schließlich wird das Ackerland immer teurer, weshalb Anleger auf die Flächen verstärkt aufmerksam werden.

 

Wie viel Ackerland gibt es in Deutschland?
Rund 282.200 landwirtschaftliche Betriebe gab es 2013 in Deutschland, diese bewirtschafteten 16,7Millionen Hektar, darunter ca. 11,8 Millionen Hektar waren Ackerland. Diese Fläche ist in den letzten Jahren konstant geblieben. Ackerland ist aber teilweise auch aus den ehemaligen Grünlandflächen „zurück“ gewonnen worden. Hier sind allerdings die speziellen Richtlinien und Gesetze zu den Umbruchsrechten bei Grünland zu beachten.

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Wie darf Ackerland genutzt werden?

Die Agrarfläche ist nach der sogenannten „guten fachlichen Praxis“ zu nutzen. Um sicherzugehen, sollte der Kontakt zu der örtlich zuständigen Landwirtschaftskammer gesucht oder zu weiteren zuständigen Behörden aufgenommen werden. Die Nutzung kann sich je nach Bundesland unterscheiden.

 

Wie wird Ackerland bewertet?
Von Bedeutung sind in diesem Fall die Gutachterausschüsse im jeweiligen Ort. Die dort erhältlichen Informationen sind für Wertermittler von Grundstücken von Bedeutung. Maßgebend sind zudem Kaufpreissammlungen und Bodenrichtwerte. Dabei kommt es nicht immer zu einer Unterscheidung von Acker- und Grünlandflächen. Diese Kaufpreissammlungen sind aber vergangenheitsorientiert und geben keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Bonität und Güte der Flächen. Hier lohnt es sich, mit Spezialisten wie Waldfürst in Verbindung zu treten.

 

Ackerland : Was ist erlaubt?
Bei dieser Frage kommt es darauf an, wo sich die Agrarfläche befindet. Unterschiedliche Schutzstufen wie Habitatschutz, Landschaftsschutz oder Naturschutzgebiete können neben der guten fachlichen Praxis die Nutzung von Ackerland einschränken. Es empfiehlt sich daher, zu recherchieren, was im jeweiligen Gebiet, in der das Ackerland gelegen ist, erlaubt ist.

 

Was kostet Ackerland?

Die Preise für die Agrarfläche variieren von Jahr zu Jahr. Pauschale Aussagen sind nicht möglich. Allerdings gibt es eine Preisstatistik über das Ackerland. Eine Veröffentlichung über die aktuellen Preise erfolgt im Bundesgesetzblatt Teil III. Angegeben sind die Preise ohne Inventar oder/und ohne Gebäude.

 

Was kostet Ackerland in Thüringen
Bezogen auf eine Statistik aus dem Jahr 2014 sind die Agrarflächen mit den niedrigsten Preisen in Thüringen zu finden. Im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnittspreis, der zu dem Zeitpunkt bei 18.099 Euro lag, lag der Hektarpreis in Thüringen bei 9.430 Euro.

 

Was kostet Ackerland in NRW
In dem Bundesland gehen die Uhren etwas anders. Schließlich liegt dort eine sehr hohe Bevölkerungsdichte vor. Außerdem gibt es einen hohen Anteil von industriellen Nutzungsflächen. Daher ist Ackerland im Bundesland Nordrhein-Westfalen eher rar. Das führte zu einem Anstieg der Preise für Ackerland. Innerhalb eines Jahres stieg der Preis von 33.951 Euro auf gut 40.049 Euro. Den höchsten Preis für Ackerland bezahlte man im Münsterland im Jahr 2013 mit 55.923 Euro.

 

Was kostet Ackerland z.B. in Bayern?
Eine hohe Bedeutung erhält die Agrarfläche in Bayern, da die Landwirtschaft ein wichtiger Bestandteil der dortigen Wirtschaft ist. Etwa 50 Prozent der Fläche werden für die Landwirtschaft genutzt. Dementsprechend hoch lag der Preis für einen Hektar bei 41.440 Euro im Jahr 2014. Kein deutsches Bundesland konnte höhere Preise vorweisen. Deutlich wird dies an Oberbayern, wo der Preis bei 66.138 Euro lag.

 

Was ist Ackerland wert?
In den vergangenen Jahren ist der Wert von Ackerland stark angestiegen. Teilweise liegt in Abhängigkeit vom Bundesland sogar eine Verdreifachung vor. Um die korrekten Preise zu ermitteln, bietet es sich an, Preisstatistiken zu beobachten, deren Veröffentlichung regelmäßig im Bundesgesetzblatt erfolgt.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Ackerland.